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Hospizarbeit auf der Straße. Palliativmedizin jenseits von Hospiz und Palliativstation.

Am 20. Juni 2011 lud die Hospizbewegung Herford e.V. zu dem Vortrag "Hospizarbeit auf der Straße - Palliativmedizin jenseits von Hospiz und Palliativstation" ein. In den Räumlichkeiten des Herforder Mittagstisch e.V. an der Hermannstraße gab Dr. Barbara Kroll einen Einblick in ihre Arbeit als Ärztin für Obdachlose und schilderte eine besondere Seite der Hospizarbeit.

Viele sterbenskranke Menschen wünschen sich, die ihnen verbleibende Zeit dort verbringen zu können, wo sie aufgehoben und zuhause sind. Doch ein sicheres Zuhause ist keine Selbstverständlichkeit. Manche Menschen verbringen die letzte Zeit ihres Lebens, ohne ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Für diese Menschen setzt sich die Bielefelder Ärztin Barbara Kroll seit inzwischen fünfzehn Jahren ein. Mit ihrer mobilen Praxis fährt sie zu Notunterkünften, sucht Obdachlosen und Drogenabhängige auf, um sie zu behandeln und in ihrer letzten Lebensphase palliativmedizinisch zu begleiten. Es ist nicht immer leicht, die medizinische und pflegerische Grundversorgung für Menschen ohne sicheren Wohnraum zu organisieren. Auch das Fehlen von Familien und Freunden, die Unterstützung leisten könnten, bedeutet eine besondere Herausforderung.
Eindrücklich erzählte Frau Kroll von bewegenden Erfahrungen und Begegnungen - vom Möglichen und Unmöglichen in ungewöhnlichen Situationen. Hospizarbeit hat viele Facetten.

Wenn Sie sich über die Unterstützungsmöglichkeiten der Herforder Hospizbewegung informieren möchten oder sich für den Einführungskurs in die Sterbebegleitung interessieren (Infoveranstaltung 12. Juli 2011, Kursbeginn 17. Sept.2011), dann wenden Sie sich gerne an uns unter 05221- 55105.